
Was bedeutet der Traumfänger, wie ist er entstanden?
Vor langer Zeit gab es eine Frau, deren Kind immer schlecht träumte und davon aufwachte. Da erhielt die Frau einen Traum, indem sie einen Kreis mit einem Netz, ähnlich dem Spinnennetz über dem schlafenden Baby aufhängte. Von da an war alles gut und das Wissen wurde über Generationen mündlich weitergegeben. Der Traumfänger besteht aus einem Kreis, der den ewigen Kreis des Lebens symbolisiert. Da die Form des Kreises in der Natur häufig vorkommt und sehr harmonisch ist, zieht er Gutes an. Beim Traumfänger sind dies die schönen Träume, bei denen man tief schläft, ausgeruht und unbelastet in den Tag geht. Nach der Legende gehen die schönen Träume auf den Kreis und werden durch die Federn nach unten auf den Schlafenden geleitet. Federn sind gute Vermittler von Energie, denn Vögel leben sowohl auf der Erde als auch in der Luft und sind daher erstklassige Boten. Die unangenehmen, wirren Träume fühlen sich vom Netz angezogen. Dort bleiben sie hängen bis der Morgen erwacht.
Was bedeuten die auf den Traumfängern angebrachten Objekte?
Perle im Netz: für die aufgefangenen Träume, die wir nicht möchten, zum spielen.
Pferdehaar: Ausdauer und Beharrlichkeit
Türkis: Schutz und Heiterkeit
Kristall: Klärung, Zentrierung
Fell: Symbol für Behaglichkeit
Holz, Holzperlen: Verwurzelung, Ruhe
Klingel-Metall: schöne Geräusche vertreiben Negatives oder schlechte Laune
Coyote-Krallen: Humor
Bei den Indianern wird gesagt, dass man eigene Träume und Visionen in das Netz hineinflechten kann. Da diese Traumfänger unter guten Bedingungen im Familienverband zu Hause hergestellt werden und alle indianischen Regeln eingehalten werden, kommen nur gute Gedanken und Kräfte in das Netz. Ausserdem leben die Menschen in den Reservaten von der Herstellung dieser Kunst-Objekte. Einen Traumfänger kann man auch problemlos selber herstellen (Bastelsets gibt es bei uns, oder online Bastelanleitung von Pow Wow abrufen).
Reinigung des Traumfängers:
Nach einiger Zeit die Traumfänger und andere Schutzschilder gründlich mit Rauch reinigen, am besten mit wildem Salbei. Räucheranleitung.
Qualität der Verarbeitung:
Die Traumfänger sind hervorragend gefertigt. Keine Klebereste, kein Plastik, das Netz wird aus hochwertiger, imitierter Sehne geflochten. Oft kommt Rehleder zur Anwendung, ein besonders belastbares Leder, das nicht eingefärbt wurde. Die Produzenten verwenden Glas- oder Holzperlen. Es werden nur echte Edelsteine verwendet, Pferdehaar und Hühner/Hahnenfedern, Wildtruthahn-, Truthahn-, Enten- und manchmal Fasanenfedern. Nur bei sehr gut gehaltenen Federn-Tieren können die Federn nach Reinigung auch verwendet werden. Pferdehaar wächst wieder nach. Coyote Krallen gibt es in Amerika in rauen Mengen und diese werden von den Indianern geschätzt und aus rituellen Gründen eingearbeitet.
Es gibt ein Herkunftszertifikat zu jedem original indianischen Traumfänger.
Verwendung, Aufhängen von Traumfängern
Traumfänger haben immer mindestens ein Netz. Sonst sind sie keine Traumfänger. Ein Mandella ist kein Traumfänger. Ich empfehle, den Traumfänger frei hängend (also nicht an der Wand) über dem Bett aufzuhängen. Manche bringen einen zusätzlichen Traumfänger an der Schlafzimmertüre an, damit der Alltag draussen bleibt. Autotraumfänger sind ebenfalls sehr populär. Der Kreis soll schützen und das Netz fängt (nur die guten) Tagträume, die man im Auto hat, auf.
Wichtige Träume kommen aber weiterhin durch!
Was bedeutet die Perle, die oft ins Netz hineingeflochten wird?
Die anderen (von uns als schlecht bezeichneten) Träume fühlen sich vom Netz angezogen. Gleiches und gleiches zieht sich an, so heisst eine universelle Regel. Da das Netz relativ wirr ist, zieht es Wirres an. Dort dürfen diese Träume spielen, als Unterhaltung finden sie verschiedene Objekte wie Perlen darin, bis das Morgenlicht sie ohnehin verschwinden lässt.
Was bedeuten die Dinge, die auf Traumfänger, Mandellas und Medizinrädern angebracht werden?
Edelsteine: diese haben eine ähnliche Bedeutung bei den Naturvölkern, wie sie auch bei uns wieder bekannt geworden ist. Sie enthalten Schwingung, die uns mit dem Universum in Verbindung bringt. Hier ein grober Überblick, wie die archetypischen Kräfte der Steine bei den Indianern benannt werden (dies stellt nicht unsere zugeordneten Kräfte in Frage, falls widersprüchlich):
Kristall (durchsichtig): Der Stein der Klärung, reine Schwingung, Ausgleich. Sehr empfehlenswert für die Klärung von Gefühlen, Vergangenheit und für eine klare Vision unseres Lebenszwecks!
Amethyst (violett): Der Stein der Intuition (innere Stimme). Er lehrt Bescheidenheit, Verständnis und Weisheit und hilft uns, uns zu beruhigen und zentriert zu sein. Sehr empfehlenswert bei grossen Veränderungen, die im Leben stattfinden!
Türkis (grün-blau): Der Schutzstein der Indianer. Sowohl die Farbe des Himmels (blau) als auch die Erde (grün) ist darin enthalten. Ausgewogenheit, Schutz vor Verletzungen. Sehr empfehlenswert bei Neigung zu Unfällen, Unausgeglichenheit!
Aventurin (grün-durchsichtig): Erhöht die Wahrnehmung, Glücksstein, bei Hautproblemen.
Citrin (gelb): Der Stein für Übersensible Menschen. Hilft, eine Schutzbarriere in der Aura aufzubauen
Tigerauge (braun): Der Stein für Vertrauen, Präsenz und Konzentration. Gut bei Schulstress.
Medizinbeutel: Auch Pflanzen tragen mit ihrer Anwesenheit durch ihre Schwingung zu unserem Wohlbefinden bei. In den Medizinbeuteln befinden sich Salbei und Zeder. Salbei reinigt und Zeder schützt vor Negativem.
Coyote-Krallen: In der indianischen Mythologie verkörpert der Coyote den Narren. Er ist eine Lehrer auf einer höheren Ebene, der mit Humor und Listigkeit arbeitet. Wir ehren den Clown in uns und möchten oft lachen.. Alle Tierbestandteile symbolisieren unsere Verbindung zu unseren älteren Brüdern und Schwestern der Tierwelt.
Pferdehaar: Das Pferd ist ein guter Begleiter auf allen Reisen, auch auf der Traumreise. Das Haar enthält dessen Kraft und symbolisiert eine gute Reise und Ausdauer.
Holz: Wärme, Verwurzelung, Ausgeglichenheit
Fell: Wenn nicht anders angegeben, verwenden die Indianer Hasenfell. Es symbolisiert Behaglichkeit und Comfort.
Spirit Chimes: sind kleine, glänzende Konen, die klingen, wenn sie berührt werden. Die Indianer sagen, dass Negatives (schlechte Gedanken, Träume) solche Klänge nicht mögen. Deshalb werden auch Glocken angebracht oder Klangstäbe.
Geweih: symbolisiert unsere Verbindung mit dem Himmel, unsere Wahrnehmung von Höherem Wissen wird dadurch gefördert.
Tonpfeilspitzen: Die Jagd ist heilig, denn sie dient der Beschaffung lebensnotweniger Güter. Symbolisch jagen wir heutzutage eine gute Schulnote oder einen tollen Job, ein brauchbares Auto... Die Pfeilspitze symbolisiert das Eindringen in das Zentrum, wir erlangen einen Treffer!
Tier-Darstellungen (Totem): Die Tiere (Krafttiere) verkörpern bestimmte Kräfte, die auch in uns schlummern. Mehr dazu in der Bücher-Abteilung oder unter Krafttiere.
Folgende Totems werden oft auf Traumfängern angebracht:
Bären (Kraft aus der Ruhe, Höhle)
Wölfe (Liebe, Lehrer, Harmonie im „Rudel“)
Delfine (Atmung, Lebensfreude)
Adler (geistiges Emporschwingen, Klarheit)
Schildkröten (Gelassenheit, emotionaler Schutz und Mutterschaft, Fürsorge)
Wale (Formen der geistigen Kommunikation)
Büffel (Erfüllung von Wünschen, Gebet, Versorgung mit Lebensnotwendigem)
Amulette aus Holz, Knochen, Stein sind bei uns erhältlich unter Bastelmaterial.
Schau genau: Wenn man das Netz genau ansieht, kann man vieles darin erkennen: eine Blume mit 3-4 Blütenblättern. Oder eine Spinne mit 8 Beinen, die die Unendlichkeit des Universums darstellt. Fädelt man einige Perlen in nur eine Richtung ein, sieht man eine Spirale, diese bezieht sich auf altes Wissen der Indianer ob unserer Erbstruktur: die DNS-Spirale, aber auch auf den Aufstieg in andere geistige Ebene.